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Großwohnsiedlungen sind für viele Menschen ein Zuhause. Wohnungen liegen dicht beieinander, dazwischen öffnen sich weite Freiräume. Im Winter verändert sich die Nutzung dieser Außenräume: Kälte, Dunkelheit und Nässe führen dazu, dass sich das öffentliche Leben zunehmend nach innen verlagert. Dabei treten durch den Winter ohnehin bestehende sozialräumliche Herausforderungen stärker in den Vordergrund. Isolation und Einsamkeit können zunehmen. Alltägliche Begegnungen und gemeinschaftliche Aktivitäten werden seltener. Trotz dessen liegt gerade im öffentlichen Raum das Potenzial, Menschen niedrigschwellig zusammenzubringen.
Welche Qualitäten brauchen diese Räume im Winter? Wie können Kälte, Dunkelheit und Witterung selbst zum Ausgangspunkt für Gestaltung werden? Und wie können künstlerische Interventionen neue Anlässe für Begegnung schaffen?
Diesen Fragen gehen wir im Salvador-Allende-Viertel in Berlin-Köpenick nach und erkunden das Potenzial öffentlicher Räume für Gemeinschaft im Winter. Gemeinsam mit lokalen Kooperationspartner:innen lernen wir das Viertel und seine Bewohner:innen kennen.
Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Umsetzung (temporärer) Interventionen im öffentlichen Raum, die auf die spezifischen Bedingungen des Winters reagieren und Menschen zusammen bringen
Designfelder: Kommunikations Design, Social Design, Urbane Praxis
Techniken/Tools/Methoden: Mit Methoden aus Urbaner Praxis, Placemaking, Dérive und Urban Design Thinking untersuchen wir die räumlichen, sozialen und atmosphärischen Qualitäten des Viertels. Inputs von Akteur:innen aus der Urbanen Praxis, z. B. ConstructLab, geben Einblicke in Gestaltungsansätze, Partizipation und das Arbeiten im öffentlichen Raum.
Lernziel: Wir entwickeln (temporäre) gestalterische Interventionen im Allende Viertel: räumlich, grafisch, spielerisch, objektbasiert, performativ oder partizipativ. Die Interventionen sollen Räume anders lesbar und nutzbar machen, Begegnungen anstoßen und Möglichkeiten für Aneignung schaffen.
Zum Abschluss werden die Arbeiten im Februar im Außenraum des Allende-Viertels umgesetzt. Der Prozess wird gestalterisch dokumentiert und reflektiert.
Lehrsprache: Das Projekt wird ausschliesslich auf deutsch angeboten. |