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Wahrheit und Unwahrheit werden konstruiert und sind damit gestaltbar. Die Macht um Wahrheit konstruiert die Welt, die vor uns liegt. Ob dies Fake News, Propaganda, Wissenschaft oder Faktoide sind, ist dabei nicht direkt erkennbar, es kostet Aufwand dies zu erkennen und es liefert oft keine eindeutige Antwort, die in richtig oder falsch kategorisiert werden kann. Wir benötigen eine "Wahrheit der Vernunft" und genau diese werden wir bauen! Das Bauhaus hat die Massenproduktion nicht beklagt, es hat sie gestaltet. Truly New Bauhaus war bisher ein Titel. Diesmal ist es eine Aufgabe: Ihr entwickelt kein Konzept, sondern ein konkretes System – eine Ordnung, nach der Wahrheit hergestellt wird und ein Gerät, das sie ausführt. Das ist Epistemic Design.
Ein Semester, ein Thema, eine eigene Position. Am Ende steht eine mediale Versuchsanordnung, die Wahrheitsproduktion nicht erklärt oder nur erfahrbar macht – sondern Wahrheit erzeugt: wo ist sie sicher ist, wo borgt sie, wo musste sie sich entscheiden. Möglicherweise als Beitrag zum Ars Electronica Festival 2027, oder als Exponat im Futurium (Berlin) oder im Q Science Space (Wien). Designfelder: Epistemic Design, Design Engineering, Context Engineering & Agent Experience (AX).
Techniken/Tools/Methoden: Digital. Technologie- und medienoffen (auch für Film/Bewegtbild welches nicht mit klassischen Film-Produktionsmethoden erzeugt wird!). Diagnose statt Aufgabenstellung, Kollaboration im Kurs und kollektive Kritik. Kein Briefing, kein Kunde. Prototyping bis zur Ausstellungsreife. Lernziel: Du beziehst eine Position und legst offen, worauf sie beruht. Du setzt Technologie als Argument ein, nicht als Effekt. Du entwickelst ein System und übernimmst die Verantwortung für die Wahrheit, die es produziert. Und am Ende hört die Arbeit nicht mit der Note auf. Projekte aus diesem Format wurden über die Lehrveranstaltung hinaus ausgestellt, ausgezeichnet und weiterentwickelt. Lehrsprache: Das Projekt wird auf deutsch und bei Bedarf auf englisch angeboten. |