Dieses Seminar setzt sich kritisch mit dem Verhältnis von Technologien und Gesellschaft auseinander und fragt danach, wie technologische Entwicklungen soziale Ungleichheiten produzieren, verstärken oder auch herausfordern. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere Machtverhältnisse entlang von Sexismus, Rassismus, Klassismus und weiteren Differenzlinien. Theoretische Zugänge aus den Critical Science and Technology Studies bilden die Grundlage des Seminars und werden konsequent mit gesellschaftlicher Praxis verknüpft. In thematischen Schwerpunkten werden zentrale Felder aktueller Technik- und Gesellschaftsdebatten behandelt, wie digitale Infrastrukturen und Überwachungs- und Diskriminierungsformen, soziale Medien, KI sowie Widerstands- und Gegenstrategien. Diese werden gemeinsam erarbeitet, diskutiert und anhand konkreter Beispiele, Medienbeiträge und Fallstudien reflektiert. Die Studierenden werden dabei dazu befähigt, theoretische Positionen selbstständig auf aktuelle technologische und gesellschaftliche Fragestellungen anzuwenden und kritisch einzuordnen – auch mit Blick auf ihre eigene (berufliche) Praxis. Als Prüfungsleistung halten die Studierenden (Gruppen-)Referate, in denen sie ausgewählte Themen analysieren und ihre theoretischen Erkenntnisse praktisch anwenden. Lehrergebnis / Kompetenzen: Die Studierenden können das Wechselverhältnis von Technologie und Gesellschaft systematisch analysieren. Sie können erklären, wie technologische Systeme soziale Ungleichheiten entlang von Sexismus, Rassismus, Klassismus und weiteren Differenzlinien (re-)produzieren oder transformieren. Sie können aktuelle technologische Entwicklungen (z. B. KI, soziale Medien, digitale Infrastrukturen) in größere gesellschaftliche Macht- und Herrschaftsverhältnisse einbetten und Formen digitaler Überwachung und algorithmischer Diskriminierung kritisch bewerten. Verwendbarkeit der Module: für AWE in allen Studiengängen Notwendige/Empfohlene Voraussetzungen: keine Prüfungsbewertung: Differenziert nach Standard HTW-Bewertungssystem Prüfungsform/Art der Prüfungsleistung: Impulsreferat zu einem Thema des Moduls (10 bis 15 Min.) |