Der Amateurfunkdienst ist im Sinne der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) ein Funkdienst, der von Funkamateuren ohne finanzielle Interessen zu Zwecken der Selbstausbildung, der gegenseitigen Verständigung und technischer Untersuchungen betrieben wird.
Daneben gibt es den Amateurfunkdienst der Weltraumfunkstellen an Bord von Erdsatelliten oder Raumstationen zu denselben Zwecken nutzt.
In Deutschland wird der Amateurfunkdienst laut seiner Definition zusätzlich zu Zwecken der Völkerverständigung und zur Unterstützung von Hilfsaktionen in Not- und Katastrophenfällen wahrgenommen.
Der Amateurfunk ist sehr vielfältig und in ständiger Weiterentwicklung begriffen. Beispiele für Aktivitäten sind:
- Weltumspannender Sprechfunk
- Erde-Mond-Erde Kommunikation
- Digitale Kommunikation (DMR, HamNet, FT8, RTTY, …)
- Selbstbau von Funkanlagen
- Notfunk
- Funkbetrieb an außergewöhnlichen Orten (Hohe Berggipfel, entlegene Inseln, Leuchttürme, Polarstationen, etc)
- Und vieles mehr …
Zur Teilnahme am Amateurfunkdienst muss eine staatliche Prüfung bestanden werden. Danach erfolgen die Zulassung und die Zuteilung eines personalisierten Rufzeichens.
Dieser Kurs bereitet die Teilnehmer gezielt auf die amtliche Prüfung gemäß der Neufassung der Amateurfunkverordnung (AfuV) von Juni 2024 vor. Neu ist das dreistufige Amateurfunkklassensystem:
- Klasse N für Einsteiger: Funkbetrieb auf 70cm, 2m und 10m Band
- Klasse E: Funkbetrieb auf UKW und Kurzwelle bis zu 100 Watt Sendeleistung
- Klasse A: Alle Amateurfunkbänder zwischen 3cm und 160m, bis zu 750 Watt Sendeleistung
Im Wintersemester wird Theorie und Praxis für die Klassen N und E unterrichtet. Im Rahmen des Unterrichts werden praktische Übungen angeboten: Aufbau von Funkanlagen, Umgang mit Messgeräten, Abwicklung von Funkverkehr, u.a.
Die Prüfung an der HTW erfolgt modulbegleitend. Um das amtliche Funkzeugnis zu erhalten, muss bei der Bundesnetzagentur eine weitere Prüfung abgelegt werden. Details dazu erfahren Sie von Ihrem Dozenten.
Im Sommersemester kann bei Interesse der Ausbildungskurs für die Klasse A belegt werden. Diese baut inhaltlich auf die Klassen N und E auf. Als Aufbaukurs ist diesen Inhabern der entsprechenden Funkzeugnisse vorbehalten.
Inhalte der Klasse N:
- Kenntnisse von Vorschriften
- Betriebliche Kenntnisse
- Technische Kenntnisse
Die technischen Kenntnisse der Klasse E:
- Elektrische Bauteile und Schaltungen
- Modulations- und Übertragungsverfahren
- Sender und Empfänger
- Antennen und Übertragungsleitungen
- Wellenausbreitung und Ionosphäre
- Störfestigkeit, EMV, Personen- und Sachschutz
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