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Das Konzept „Expanded Animation“ beschreibt den Ansatz, die Grenzen der konventionellen Animation zu erweitern, um neue Ausdrucksformen, Technologien, hybride Formate und Randbereiche der Computeranimation zu erforschen. Der Kurs "Expanded Animation – Deep Spaces & Co-Immersion" beschäftigt sich mit medienkünstlerischen Praktiken, bei denen Animationen konzeptionell für physische Räume gedacht werden. Im Laufe des Semesters setzen wir uns vertieft mit Formen der Interaktion und Co-Immersion in räumlichen Medienumgebungen auseinander. Dabei wenden wir eine künstlerisch-forschende und experimentelle Methodik an, die darauf abzielt, Medientechnologie bewusst einzusetzen und zeitgenössische Ansätze für immersive Bildräume, performative Interfaces und geteilte Wahrnehmungsprozesse zu finden. Die Studierenden entwickeln eigene mediale Szenarien, in denen Zuschauer:innen nicht nur adressiert, sondern als gemeinsam Handelnde in die Arbeit eingebunden werden. Zu diesem Zweck richten wir im Studio eine medial erweiterte Umgebung ein: Großflächige Wand- und Bodenprojektionen, ein Tracking-System zur Erfassung von Position und Bewegung im Raum sowie ein angepasstes Sound-Setup ermöglichen es, dass die erzeugten Inhalte in Echtzeit auf das Verhalten und die Verteilung der Anwesenden in Echtzeit reagieren. Die Studierenden lernen, diese Infrastruktur als interaktiven Raum zu verstehen, der sich durch die Positionierung der Körper, kollektive Bewegungsmuster und temporäre Allianzen zwischen Menschen und Bildern konfigurieren lässt. Der Kurs findet jeden Donnerstag ab 10 Uhr statt. Die Kick-off-Veranstaltung am 2. April läuft online. |