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Mind as Interface – Kommunikation im Zeitalter neuronaler Daten english: Mind as Interface – Communication in the Age of Neural Data Digitale Interfaces reagieren auf Berührung, Sprache oder Bewegung. Doch was passiert, wenn Gestaltung direkt auf neuronale Aktivität reagiert? Wenn Aufmerksamkeit, Konzentration oder Entspannung selbst zum Interface werden? In diesem Seminar arbeiten wir mit EEG-basierten Brain-Computer Interfaces wie Muse 2 und Emotiv EPOC X und übersetzen gemessene Gehirnaktivität in visuelle, auditive oder interaktive Systeme. Neuronale Daten werden dabei nicht nur technisch verarbeitet, sondern gestalterisch interpretiert: als Signal, als Steuerung, als Ausdruck oder als spekulatives Kommunikationsmodell. Wir arbeiten in drei Gruppen. Jede Gruppe entwickelt ein eigenständiges Szenario, das als interaktive Station in einer gemeinsamen Ausstellung realisiert wird. Der Raum wird dabei zur begehbaren Versuchsanordnung mit freischwebenden Projektionsflächen, an denen Besucher:innen mittels BCI-Headsets Systeme beeinflussen und erleben können. Das Seminar verbindet konzeptionelles Arbeiten mit technischer Umsetzung. Grundlegendes Interesse an interaktiven Systemen, digitalen Tools und experimenteller Umsetzung wird vorausgesetzt. Programmiererfahrung ist nicht zwingend erforderlich, jedoch sollten Bereitschaft zum technischen Einarbeiten, kollaboratives Arbeiten und eine gewisse Affinität zu datenbasierten Gestaltungsprozessen mitgebracht werden.
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