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Der Laborkomplex "Engineering" besteht aus hier Laboren.
Bioverfahrenstechnik: Bei einer Fermentation wandeln Bakterien, Pilze, Zellen oder aber künstlich zugesetzte Enzyme verschiedene Substrate um. Auf diese Weise entstehen zum Beispiel Biokraftstoff aus Biomasse und Antibiotika aus Pilz- und Bakterienkulturen. Durch Filtration, Kristallisation und andere Aufarbeitungstechniken werden dann die Fermentationsprodukte aus einer Fermentationsbrühe abgetrennt. Verschiedene Fermentations- und Aufarbeitungstechniken erlernen die Studierenden in der Laborarbeit.
Partikel- und Aerosoltechnologie: Partikel und Partikelgemische werden als wichtige Produktionsstoffe in biotechnologischen Verfahren eingesetzt. Allerdings können sie in der Luft dem Menschen auch gefährlich werden. Dass mit diesem Thema zunehmend sensibel umgegangen wird, zeigt besonders die Diskussion um Umweltzonen in Innenstadtbereichen mit Grenzwerten für den Feinstaubgehalt. Im Labor für Partikel- und Aerosoltechnologie führen die Studierenden Partikeltrenn- und Agglomerationsverfahren durch. Dabei reicht die Messtechnik zur Untersuchung von Kieselsteinen bis zu Feinpartikeln (PM10, PM2,5). Die Messgerätetechnik deckt ferner den Emissions- sowie Immissionsbereich ab.
Raumlufttechnik, Arbeits- und Gesundheitsschutz: Um die messtechnische Grundlagenausbildung für das Transportmedium Luft geht es in diesem Labor: Die Studenten analysieren die Zusammensetzung von Raumluft, Umluft und Außenluft, entwickeln und prüfen Luftfilter zur Abscheidung partikelförmiger und gasförmiger Störstoffe und messen und bewerten thermodynamische und betriebstechnische Parameter. Vier Prüfstände, die über eine dezentrale Lüftungstechnik versorgt werden, arbeiten in unterschiedlichen Betriebszuständen und ermöglichen arbeitsschutztechnische und gesundheitstechnische Laborübungen.
Prozesstechnik (Process Engineering): Im Labor für Prozesstechnik werden Stoffe zerkleinert und agglomeriert, gemischt und getrennt. Die Studenten bestimmen stoffspezifische Eigenschaften wie Viskosität, Dichte und Oberflächenspannung, setzen Suspensionen und Emulsionen an und bereiten flüssige und gasförmige Medien auf. Dazu steht ihnen eine Vielzahl von Versuchsanlagen zur Verfügung. Auf diese Weise lernen die Studierenden verschiedene Stoffwandlungsprozesse kennen, die auf mechanischer, chemischer und thermischer Wirkung beruhen.
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